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MC - MOPPED MOTORRADTOUR 2007
ÖSTERREICH
SAUTENS im ÖTZTAL
Vom 26.8. - 4.9.07
Am Sonntag den 26.8. war es endlich soweit; nach einer langen Planung war alles im Kasten.Wir hatten Zimmer für dreizehn Personen und den Autoreisezug gebucht. Alle Moppeds waren geputzt, betankt und beladen.
Treffpunkt 17 Uhr Pizzeria ” Le Dune “ in Castrop-Rauxel, Ortsteil Schwerin. Hier noch mal eine Stärkung ( Pizza ,Nudeln und so ) für die lange Reise zum DB-Autoreisezug in Düsseldorf, der erst um 22 Uhr abfährt. Unser Präsi Michael P. kam persönlich vorbei um uns eine gute Reise zu wünschen; welche Ehre. In Düsseldorf Mopped verladen, dann alle Mann ( und Frau ) in den Bahnhof. Große Panik, kein Bier. Die meisten, ich auch, in den Bahnhofsshop. Dosenbier Warsteiner astrein. Eine Dose 2.30 Euro mit Pfand, ist fast geschenkt. Steffi und Bernd sind auch nach Düsseldorf gekommen um uns eine schrottfreie Fahrt und einen schönen Urlaub zu wünschen. Danke. Die Zugfahrt nach München ist jetzt entgültig gerettet. Wir haben im Zug drei nebeneinanderliegende Abteile mit je sechs Kojen für uns. Ich bin erstaunt was so mancher alles zum Speisen mitgebracht hat. Eine Käseplatte, Salami, Brot, Paprikastreifen, Dosenbier und selbstverständlich den Roten, aber trocken und Süßigkeiten ohne Ende. Montagmorgen sechs Uhr wecken, waschen in der Toilette, in der das Umfallen nicht möglich ist, DB-Frühstück im Karton und Kaffee im Pappbecher, war schon ok. Um sieben Uhr, Kopf einziehen Mopped abladen, Helm auf und ab in Richtung Sautens.
Erste Pause Starnberger See, fast alle Schloss Possenhofen ( Jugendschloss der Sissi ) gucken. Toilette neben dem Kiosk echt empfehlenswert. Ammoniakgeruch befreit die Nebenhöhlen der Nase. Dann weiter nach Kochel am See, über die Deutsche Alpenstrasse nach Vorderriß, Hinterriß ( zwei mal Maut 6.50 Euro ) bis zur Käsealm “ In der Eng “ im Alpenpark Karwendelgebirge. Achtung !! auf dieser Strecke überall freilaufende Kühe. Hier sehr lecker eine selbst zusammengestellte Brettljause, bester Käse und Kaminwurzen dazu warmes Kümmelbrot und ein Glas frische Buttermilch, leben wie Gott in Frankreich. Auf der Heimreise müssen wir unter allen Umständen hier noch mal vorbei. Nach der Abfahrt von der Käsealm, wie soll es auch anders sein, geht unserem italienischen Clubmitglied Don Michele an seiner Thunfischpizza (Aprilia Tuono ) der Saft des Motors aus. Nächste Tanke dreißig Kilometer entfernt, eine Stunde Pause für alle nur für Jörg und Anja nicht. Ankunft im Hotel , “Bikergasthof Post “ die Nummer eins im Ötztal . In Sautens später Nachmittag , Zimmer beziehen. Ich muss mit Strasser auf ein Zimmer hoffentlich schnarcht er nicht so laut, ich bin da sehr empfindlich. Danach erst mal ein Paulaner Weizenbier oder zwei. Begrüßung durch den Chef des Hauses Jürgen Parth , wir verabreden für den nächsten Tag die geführte Tour. Anschliesend lecker Mittagessen mit einem viertel Roten natürlich trocken oder Bierchen und anschließend gute Nacht für alle.
Der erste Tag
Ausfahrt mit Micky, unserer Motorradführer, der auch gleichzeitig Busfahrer und Koch in unserem Hotel ist. Ich glaube er ist auch der heimliche Bürgermeister von Sautens. Die Tour führt uns durch das Ötztal und durch das Imsttal. Als erstes fahren wir zu einer Kirche oberhalb von Sautens die man auch von unserem Hotel aus sehen kann ( Nachts wird diese Kirche beleuchtet ) von hieraus ein wunderbares Panorama auf Sautens. Weiter geht die Reise zum Wasserfall in Umhausen, jede Minute fallen dort zweitausend Kubikmeter Wasser ins Tal ( laut Aussage von Micky ). Der Wasserfall wird gespeist durch zwei Quellen im Gebirge und durch Gletscherwasser. Wir fahren weiter in Richtung Sölden, von da aus in die Berge nach Vent, auf dieser Strecke auch überall frei laufende Kühe. Der Ort Vent besteht aus drei Bauernhöfen einem Hotel mit einer Gaststätte, die alle im Familienbesitz sind. Vent liegt auf ca. zweitausend Meter Höhe. In diesem Ort wurde der Film die Geierwally gedreht, indem die Bewohner dieses Ortes mitgespielt haben. Ganz in der Nähe wurde der Ötzi gefunden, er lag sechs Meter hinter der Grenze auf italienischen Gebiet. Eine wunderschöne Gegend hier, sehr beeindruckend, so etwas muss man einfach gesehen haben. Jetzt geht es weiter nach Gries, eine super Serpentinenstrasse. Sie endet auf einem Parkplatz. Von hieraus ist das weiterkommen nur zu Fuß möglich ( also nichts für die Meisten von uns ). Man kann von hier aus den Gletscher exelend sehen. Nach einem Zwischenstop im Gasthof Kögel, der auch irgendwo in den Bergen liegt, fahren wir weiter nach Haibichen . Ein kleiner Sparziergang durch den Wald ( ca. 5 min. ) der sich lohnt. Es führt eine Holzbrücke zur Klamm über die reißende Ötztaler Ache. Einfach genial hier, der Weg hat sich allemal gelohnt. ( natürlich Gruppenfoto auf der Holzbrücke ). Nach dem Abendessen ist für ein paar von uns ein Sparziergang angesagt. Bei dem Betty und Dirk in den Gärten unserer österreichischen Gastgeber Äpfel und Pflaumen ernten ( klauen ). So das wir alle am nächsten Tag was für den kleinen Hunger zwischendurch haben. Dieses Szenario wiederholte sich jeden Abend. Ich bin froh das die Erdbeerzeit vorbei ist, sonst wären wir noch in die Saison der Erdbeerpflücker geraten. Wären wir länger in Sautens geblieben so wäre dort wohl die diesjährige Obsternte in Tirol ausgefallen.
Der zweite Tag
Regen. Dicker fetter Regen. Aber wir haben heute ein Geburtstag zu feiern. Unser Tommy wird heute achtunddreißig Lenze.Noch einmal herzlichen Glückwunsch von der ganzen Blase. Wir haben uns in Anbetracht der Wetterlage dazu entschlossen eine Busfahrt mit Micky nach Wattens und Innsbruck zu machen.
Zu Swarovski, mir persönlich total unbekannt, Kunst ohne Ende. Alles aus Kristallen,
im Shop viel Schmuck und Nippes, also richtig was für Männer. ( 7 Euro Eintritt ). Nach zwei Stunden Kunst und Glimmer ab nach Innsbruck, abgesetzt außerhalb der Stadt in einem Einkaufszentrum. Super. Fast alle mit dem ÖPNV in die City zum goldenen Dachl. Leider nur ein recht kurzer Aufenthalt für diese schöne Stadt am Inn. Aber es hat aufgehört zu regnen. Außerdem will Tommy heute Abend seinen Geburtstag feiern und richtig einen in die Kolonne hauen. Also dann ab nach Sautens zum Speisen und feiern. Wir hoffen alle das uns morgen früh beim Frühstück die Sonne ins Gesicht lacht und das wir richtig was unternehmen können.
Der dritte Tag
Vormittags wieder Regen. Unsere Anne hat sich leider ein bisschen erkältet, um schlimmeres zu vermeiden macht sie mit Tommy einen Tag Pause. Heiner und Werner putzen im Regen ihr Mopped das hat irgendwo auch was. Gegen Mittag sind wir in zwei Gruppen nach Sanaun losgefahren. Um natürlich die Fahrt dorthin zu genießen und den zollfreien Einkauf inklusive tanken. ( ein Liter Super 83 Cent ). In Sanaun wird zur Zeit viel gebaut, aber es ist ein schönes idyllisches Bergdorf für Touristen. Die Rückfahrt geht über den Pillerberg Richtung Robben, eine sehr kurvenreiche und enge Strasse, aber landschaftlich einmalig. Und das war es für heute, ab in die Wirtschaft. Heute Abend sind hochkomplizierte Gesellschaftsspiele angesagt. Das ausgesuchte Spiel heißt Knack oder auch Einunddreißig, der Lautstärke während des Spieles nach zu urteilen ist es wahnsinnig aufregend. Der Knackkönig in diesem Spiel ist wohl unser italienischer Michael.
Der Vierte Tag
Heute kein Regen und deswegen große Fahrt angesagt. Bettys größter Wunsch war es uns auf dieser Tour zu führen. Wir haben ihr diesen Gefallen getan. Als erstes zum Reschenpass. An der Kirche im See eine Pause, weil hier alle Pause machen. ( mit Gruppenfoto ). Weiter geht es zum Stilfserjoch. Das Stilfserjoch hat fünfzig 180 Gradkehren und man schraubt sich auf eine Höhe von 2800 Meter. Aber oben angekommen hat man einen phantastischen Ausblick, den man in aller Ruhe genießen muss. In Bormio große Pause, den Latte Macchiato und die kräftige Sonne tanken. Weiter führt uns Betty in Richtung Livingo, eine atemberaubende Abfahrt bis zum Lago de Livingo, anschließend eine kilometerlange Tunneldurchfahrt ( Maut 7 Euro pro Nase ). Und zurück über den Pillerberg , Robben bis Sautens. Für heute Feierabend. Betty ist beim Essen für diesen schönen Tag von allen mit einer dreifachen Rakete belohnt worden, was ihr ein bisschen peinlich war. Aber trotzdem Danke von Allen.
Der fünfte Tag
Zehn Uhr Abfahrt in Sautens, leichtes Nieselwetter, in Richtung Sölden dann weiter zum Timmelsjoch, auf ca. 2500 m Höhe. ( 5 Grad Außentemperatur ). Im Regen aus Österreich kommend auf dem Gipfel durch den Berg in Bella Italia. Sonne! Reine Sonne kaum zu glauben aber wahr. Timmelsjoch 11 Euro Maut, aber auch ein gigantischer Ausblick in den Meran. Wir wollen auf der alten Brennerstrasse zurückfahren über Steinach am Brenner bis Mutters, Axams, Kühntaisattel bis Sautens. Die Rückfahrt über Kühtai war kalt und nass, wir freuen uns alle auf eine warme Dusche und lecker Essen. Auf ein Bier oder ein viertel Roten natürlich trocken.
Der sechste Tag
Heute wollen wir nach Garmisch Partenkirchen, die Route führt über Telfs, Leutasch, Mittenwald nach Garmisch. Unser Ziel war die Olympiaschanze, die sich zur Zeit im Umbau befindet, trotzdem sehr interessant. Der Rückweg führte uns über das Namlostal. Eine sehr schöne und kurvenreiche Strecke durch die Berge, die wohl bei Bikern sehr beliebt ist. Am Abend gab es ein letztes Abendessen und eine kleine Abschiedsfeier. Der Chef Jürgen Parth bedankte sich für unsere Anwesenheit und hofft den einen oder anderen als Gast wiederzusehen, wer weiß. Atze und Jürgen probierten noch in der Gaststätte ein paar T-Shirts an. Zum Schluss haben wir uns in das Gästebuch mit einem kleinen Spruch eingetragen. Ebenfalls haben wir uns für die gute und freundliche Bewirtung bedankt.
Der siebte Tag
Heimreise! Die Woche war zu schnell um. Man kann wohl diese ganzen Eindrücke dieser Fahrt erst später zu Hause richtig verarbeiten. Wir fahren zurück über Mittenwald bis zur Käsealm “ In der Eng “. Das war klar, hier noch einmal eine Brettljause und Verpflegung für die Zugfahrt einkaufen. Anschließend eine lange Pause im Kiesbett neben der Riss, die in ihrem Verlauf in die Isar mündet. Das Wetter ist schön und wir brauchen erst um zwanzig Uhr in München sein. Dann weiter Richtung Kreuth, Tegernsee nach München. Ab dem Sylvensteinsee haben wir die Rechnung ohne Petrus gemacht, nur Regen. Fetter Regen bis zum DB-Autoreisezug München-Ost. Am Tegernsee wollten wir in einer Gaststätte eine Pause einlegen. Die haben uns gar nicht rein gelassen. Warum auch immer, so ist das Leben. Während der Regenfahrt hat sich unsere liebe Andrea ihre Hände dunkel eingefärbt, wenn es ihr gefällt warum eigentlich nicht. In München Mopped verladen, noch zwei Stunden in der Bahnhofskneipe rumgedrückt oder bei Mc Donalds Strümpfe am Handfön trocknen dann ab in den Zug. Unsere Zugbegleiterin “ Schwester Rabiata “ teilte allen über Megafon mit, das ab dem ersten neunten Rauchverbot in allen Zügen der DB ist, also Kippen aus. Noch ein Döschen Paulaner oder ein Glas Roten, natürlich trocken, dann in die Heia. Morgen DB-Frühstück aus dem Karton, Kaffee aus dem Pappbecher. Morgentoilette in dem Antiumfallwaschraum. Kopf einziehen, Mopped abladen , Helm auf und ab nach Hause.




Ich spreche wohl für alle, wenn ich sage , daß es eine sehr schöne Tour war . Mit zum Teil neuen und interessanten Eindrücken und Erfahrungen. Ich hoffe, das wir so etwas noch öfters durchführen können.

Für den Text ist Michael Schmidt aus D. verantwortlich. Sollte ich jemanden in diesem Bericht auf den Schlips getreten sein, so war das meine volle Absicht, ich entschuldige mich dafür im voraus und die Sache ist für mich damit erledigt.
Für die Bilder und die Homepage ist unser el Präsidente Michael Pfeiffer aus D. verantwortlich. Auf den könnt ihr meinetwegen , bei Unstimmigkeiten, ohne Ende einprügeln.
Das war’s, macht es gut !